Kein Kiez für Nazis

 

Liebe NachbarInnen, FreundInnen, MitbürgerInnen und Gäste,

viel zu oft kommt es in Friedrichshain zu rassistischen und faschistischen Übergriffen, Pöbeleien und Darstellungen. Ebenso oft werden die Betroffenen mit der Situation allein gelassen.

Bereits seit 2006 führt unser Stadtteil die offizielle Berliner Übergriffs-Statistik an! Mit der Kenntnis dieser Zahlen gründete sich am 14. Februar 2006 die Bürgerinitiative, erschrocken und aufgerüttelt von dieser Information.   

Das allgemeine, bis dahin selbst vorhandene, Desinteresse durch AnwohnerInnen und noch nicht Betroffenen muss endlich aufhören. Jeder ist mitverantwortlich etwas dagegen zu tun, dass keine Menschen mehr durch Friedrichshains Straßen gejagt und geprügelt werden, weil sie scheinbar nicht in das engstirnige Weltbild ewig Gestriger passen, oder einfach "zur falschen Zeit am falschen Standort" sind.

Wenn Sie glauben, daß wir übertreiben, dann schauen Sie bei unserem Partnerprojekt "Register Friedrichshain" in die Chronik. Vielleicht ist auch vor Ihrer Haustür schon ein Mensch zu Schaden gekommen und Sie haben es gar nicht bemerkt!

Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr und kommen Sie zu unseren Treffen. Informieren Sie sich und beteiligen Sie sich an unseren Aktionen. Wir haben zwar schon viel erreicht und bewegt, es gibt aber noch viel zu tun. 

Am 2. Juli 2010 erhielten wir für unsere engagierte ehrenamtliche Arbeit in der Staatskanzlei Potsdam den Sonderpreis "Band für Mut und Verständigung“, den wichtigsten Preis, den die Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam vergeben. Verliehen wird der Preis vom Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit. Das Bündnis gründete sich 1991 als Reaktion auf die gewalttätigen Übergriffe auf Ausländer in Hoyerswerder.


Für alle Veranstaltungen gilt folgender rechtlicher Hinweis:
Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.